Der 3sat-Zuschauerpreis

Es ist ein außergewöhnliches Ereignis, wenn ein öffentlich-rechtliches Programm eine Woche lang sein Programmschema verlässt und jeden Abend zwei Filme öffentlich-rechtlicher und privater Fernsehsender zeigt. Genau das macht 3sat jedes Jahr beim 3sat Zuschauerpreis.

Parallel zum Fernsehfilm-Festival Baden-Baden werden seit 1996 die für den Wettbewerb nominierten Filme im Abendprogramm von 3sat ausgestrahlt.
Die Zuschauer können per Telefon und im Internet den Gewinner des 3sat-Zuschauerpreises mitbestimmen.

Die Idee, die Zuschauer dazu aufzurufen, parallel zur Jury des Fernsehfilm-Festivals, einen eigenen Preis zu vergeben, hatten Mitarbeiter der ARD Koordination 3sat und der „Deutschen Akademie der Darstellenden Künste“. Gemeinsam mit den 3sat-Partnern ZDF, ORF und dem Schweizer Fernsehen wurde die Idee dann in die Tat umgesetzt.

Laut Wettbewerbsordnung gehen alle  zwölf Wettbewerbsfilme des Akademiepreises in der Festivalwoche, jeweils um 20.15 Uhr und um 21.45 Uhr auf Sendung. Die Reihenfolge der Ausstrahlung wird unter notarieller Aufsicht ausgelost. Über den gesamten Zeitraum der Ausstrahlung können die Zuschauer auf der 3sat-Homepage www.3sat.de oder per Telefon ihren Favoriten wählen.

Überreicht wird der 3sat-Zuschauerpreis alljährlich bei der feierlichen Preisverleihung des Fernsehfilm-Festivals im Kurhaus Baden-Baden. Hier ist dann die spannende Frage: Welchen Film prämieren die Zuschauer? Welchen Film zeichnet die Jury aus? Bisher erhielten fast immer unterschiedliche Filme die beiden Preise. Bei den Filmen „Schwabenkinder“ (BR/ARD/Arte/ORF) 2003, „Meine verrückte türkische Hochzeit“ (ProSieben) 2006 und "Tatort: Im Schmerz geboren" (HR) 2014 waren sich allerdings Fachleute und Fernsehpublikum einig.