
Grußwort zum 23. Fernsehfilm- Festival Baden-Baden von Hermann Beil, Präsident der Deutschen Akademie der Darstellenden Künste
Eine bemerkenswerte Filmuraufführung (In den besten Jahren, WDR), zwölf Fernsehfilme im Wettbewerb, vier Nominierungen für den MFG-Star – es werden fünf Tage voller Emotionen, Wechselbäder der Gefühle, erkennender Schrecksekunden, gewiß auch Glücksmomenten und Herausforderungen sein. Das versprechen die nominierten Filme. Zum 23. Mal ist Baden-Baden Treffpunkt der Fernsehfilm-Künstler und Fernsehfilm-Enthusiasten. Der Stadt Baden-Baden gebührt großer Dank für ihre Gastfreundschaft! Dem SWR gebührt großer Dank für die wiederum wahrhaft hilfreiche technische Unterstützung. Der Fernsehfilm steht bei unserem Festival tatsächlich im Mittelpunkt, denn das öffentliche Gespräch der Jury (unter Leitung von Michael Schmid-Ospach) inspiriert und schärft den Blick. Die Geschichten und Themen des diesjährigen Programms sind von großer Dringlichkeit, Heftigkeit, Lebensnähe und aufregender Komplexität. Auch jene Filme, die einen Blick in die nähere und fernere Vergangenheit richten, treffen unsere Gegenwart. Hatte einst Erwin Piscator, der Mitbegründer unserer Akademie, es als eine Aufgabe der Deutschen Akademie der Darstellenden Künste gesehen, „die Original-Fernsehspiele systematisch zu beobachten“, so ist aus der akademischen Beobachtung – auch Dank 3sat-Publikumspreis – ein vitaler öffentlicher Prüfstand geworden.
Allen, die unser Fernsehfilm-Festival ermöglichen, sei herzlich gedankt! Allen, die kommen und sehen, wünsche ich im wahrsten Sinn des Wortes bilderreiche Tage in Baden-Baden!
Hermann Beil,
Präsident der Deutschen Akademie der Darstellenden Künste