
Preis der Studenten der Filmakademie Baden-Württemberg in Ludwigsburg
Er ist tragisch, kontrovers, sensibel und genau.
Dem Film ist es gelungen, uns eine aktuelle Thematik auf feinfühlige Weise nahe zu bringen. Sowohl Jugendliche als auch Erwachsene werden mit Cybermobbing und dem gesellschaftlich unterschätzten Problem medialisierter Intimität konfrontiert. Wir identifizieren uns mit dem Jungen und haben Verständnis für die liebevollen, sich kümmernden und dabei trotzdem hilflosen Eltern. Dies führt uns so nah an die Geschichte heran, dass wir bis zum Schluss voller Hoffnung stecken, obwohl sich das Ende des Films von Beginn an erahnen lässt.
Das ausgewählte Setting, die Ausstattung und das Ensemble verleihen ihm eine solch große Authentizität, dass der Zuschauer das Gefühl bekommt, selbst ein Teil dieses Kosmos zu werden. Die bemerkenswerte Regiearbeit, das bis ins letzte Detail ausgearbeitete Drehbuch, die starken Bilder, die sich nicht aufdrängen und die Dramaturgie unterstützen, und nicht zuletzt der talentierte Jonas Nay fügen sich zu einer Glanzleistung zusammen, die bei unseren Diskussionen zu der Bezeichnung „Kino“ geführt hat.
Mit dem schmerzhaften Ende wird uns die Konsequenz von Mobbing und dem Missbrauch neuer Medien bewusst. Dieser Film bleibt im Kopf. Er geht jeden etwas an. Er ist voller Emotionen. Er zwingt uns zum Hinschauen. Er überzeugt.
Der Preis der studentischen Jury der Filmakademie Baden-Württemberg geht an:
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