Abich 100 oder die vertrackten 90 Minuten

Donnerstag, 29. November um 17:45 Uhr im Runden Saal

Steckt der Fernsehfilm in der Krise? Belanglos und irrelevant sei er, meinen viele. Zu Hans Abichs Zeiten undenkbar. Damals diente er der Aufklärung, war mitunter sogar Zumutung, Agitation. Heute steckt er für viele in der 90-Minuten-Falle: Begrenzung im Vergleich zur Serie, inhaltlich formatierte Sendeplätze, ein Hang zur krimiähnlichen Rahmenhandlung. Stellt er noch die wichtigen Fragen einer Gesellschaft, in der das Fragment an die Stelle des Kollektivs – und des kollektiven Erlebens – rückt? Trifft er noch im lebenswirklichen Alltag der Menschen ins Schwarze? Zum 100. Geburtstag von Hans Abich vermessen wir die Königsdisziplin des fiktionalen TV-Schaffens.

Die Sehgewohnheiten und Bedingungen auf dem TV Markt verändern sich laufend: lineares Fernsehen, Abruf-Fernsehen, Fernsehen als Parallelmedium. Wie sieht die Fiktion in Zukunft aus? Hat der 90-Minüter noch Zukunft? Wie verändert sich das fiktionale Erzählen? Verändern sich die Stoffe? Was ist die richtige Erzählform unserer Zeit? Fragen über Fragen…

Moderation

Steffen Grimberg, Medienjournalist, Freunde des Adolf-Grimme-Preises e. V. 

Keynote zu Hans Abich

Dorothee Schön, Autorin

Es diskutieren

Alexander Bickel, stellvertretender Leiter der ZDF-Hauptredaktion Fernsehfilm/Serie II
Lucia Eskes, Leitung Grimme-Preis
Lena Krumkamp, Drehbuchautorin
Stefanie Hoster, Deutschlandfunk u. Auswahlkommission der Deutschen Akademie der Darstellenden Künste
Jean-Young Kwak, Redakteurin RTL Fiction
Fridolin Lehmann, Studentenjury 2017
Michael Polle, X Filme, Produzent u.a. von Babylon Berlin (angefragt)
Christopher Sassenrath, Produzent, handwritten Pictures u. ehemals Studentenjury
Sascha Schwingel, Leiter Redaktion u. Programm, ARD Degeto

 

In Zusammenarbeit mit Freunde des Adolf-Grimme-Preises e.V.

+++ kurzfristig im Programm: VR- und AR Experten im Gespräch am 28. November um 11 Uhr bei der Zukunftswerkstatt, es sind noch Plätze frei, Teilnahme kostenlos +++