Pressemitteilung, 15. November 2017

Casting Director An Dorthe Braker wird mit dem Hans Abich Preis des FernsehfilmFestivals Baden-Baden 2017 für Verdienste um den Film ausgezeichnet

Unter dem Motto „Gute Gespräche über gutes Fernsehen“ schaut das Festival in die Zukunft

Erstmalig wird beim FernsehfilmFestival Baden-Baden (27.Nov.-1.Dez.) mit An Dorthe Braker das Gewerk des Casting ausgezeichnet. Sie hat, so die Jury des Hans Abich Preises, „die schöne Seite des  deutschen Fernsehgesichts bedeutend mitgeprägt, indem sie immer weiter nach neuen Gesichtern Ausschau hält. Mit ihr kann man Neuland betreten. Und dass die besten deutschen Regisseure mit ihr arbeiten, spricht für sich“. Seit den 1980er Jahren hat sie in über 160 Filmen, deren Besetzung sie gecastet hat, zahlreiche Schauspielerinnen und Schauspieler entdeckt, die man sich auf der Leinwand nicht wegdenken kann.

Der Hans Abich Preis ist der Ehrenpreis des Festivals; er wird seit 2004 in Erinnerung an den Filmproduzenten, Publizisten und früheren Programmdirektor der ARD und Mitbegründer des Festivals, Hans Abich (1918–2003) vergeben. Zu den Hans Abich-Preisträgern gehören u.a. die Filmemacher Heinrich Breloer und Matti Geschonneck, die Schauspieler Senta Berger und Matthias Brandt, der Produzent Nico Hofmann und der Drehbuchautor Günter Schütter.

Wie sieht die Zukunft der Fernseh-Fiktion aus?

Wie verändert sich das fiktionale Erzählen in der digitalen Welt? Dieser Frage stellen sich am Donnerstag, 30. November, 18.00 Uhr in der Debatte zum Deutschen Fernsehfilm die Programmchefin Fernsehfilm MDR, Jana Brandt, die Autorin Anna LeVine Winger, der CEO der UFA Nico Hofmann, der Regisseur Marvin Kren und der Produzent Rafael Parente, NEUESUPER. Moderiert wird die Diskussion von Torsten Zarges, Chefreporter des Branchendienstes DWDL.de.

Nach der sehr positiven Resonanz im letzten Jahr, findet am Mittwoch, 29 November, dieses Jahr zum zweiten Mal die Zukunftswerkstatt statt. Cathrin Ehrlich über dieses neue Format des Festivals: „Die Zukunftswerkstatt bietet in einem geschützten (nicht öffentlichen) Raum Teilnehmenden aus unterschiedlichen Bereichen der TV- und Online-Branche  eine kreative, vertrauliche und offene Begegnungs- wie Arbeitsplattform für gemeinsames Nachdenken, Vernetzen und Erfahrungsaustausch. Letztes Jahr erhielten die TeilnehmerInnen zum Thema „Quo vadis Fernsehfilm‘ die Möglichkeit, gemeinsam kreative Impulse für ihre Arbeit zu entwickeln und anschließend zurück in ihre jeweiligen Organisationen zu tragen.

Unter dem Motto "Let´s make 90 minutes great again" werden sich nun dieses Jahr die TeilnehmerInnen der Zukunftswerkstatt dem aktuellen Profil des Fernsehfilms widmen: Was macht die Identität des deutschsprachigen TV-Films aus? Worin liegt die inhaltliche Kompetenz des linearen Erzählens in 90 Minuten? Was muss passieren, damit der Fernsehfilm für alle Plattformen geeignet ist, oder müssen neue Formen/neue Längen entwickelt werden?“

Die TV Serie erstmalig auf dem Festival

Erstmals präsentiert das FersehfilmFestival einen Querschnitt durch die Serienlandschaft und zeigt herausragende Serien des deutschen Fernsehens wie „Hindafing“ (BR), „4 Blocks“(TNT Serie), „Lobbyistin“ (ZDFneo), „Das Verschwinden“(ARD Degeto/ BR/NDR/SWR) sowie als Preview „Das Institut-Oase des Scheiterns (BR/NDR/WDR/ARD Alpha/PULS) außerdem einen Blick auf die Serienlandschaft in Dänemark.

Brauchen wir eine Frauenquote im deutschen Fernsehen?

Die von Maria Furtwängler und der MaLisa Stiftung initiierte Studie „Gender und Fernsehfilm“ belegt, dass im deutschen Fernsehen doppelt so viele Männer wie Frauen in Hauptrollen zu sehen sind. Muss es deshalb Vorgaben für Frauenrollen geben? Darüber diskutiert am Mittwoch, 29. November, 20.00 Uhr, Maria Furtwängler mit der Leiterin des Grimme-Preises Lucia Eskes, dem Autor und Regisseur Sven Halfar, der Regisseurin Julia von Heinz, der Leiterin der Hauptredaktion Fernsehfilm/Serie II des ZDF, Heike Hempel, Prof. Dr. Elizabeth Prommer von der Universität Rostock, der Geschäftsführerin ARD Degeto Christine Strobel sowie der Präsidentin der Filmuniversität Babelsberg KONRAD WOLF, Prof. Dr. Susanne Stürmer. Moderiet wird das Gespräch vom derzeitigen ARD-Sprecher Steffen Grimberg.

Informationen, Programm und Anmeldung zum FernsehfilmFestival 2017 finden Sie unter: www.fernsehfilmfestival.de

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Das FernsehfilmFestival Baden-Baden ist eine Veranstaltung der Deutschen Akademie der Darstellenden Künste und 3sat.