Pressemitteilung, 5. November 2019

Julia von Heinz, preisgekrönte Regisseurin, Drehbuchautorin und Produzentin wird mit dem Hans Abich Preis des FernsehfilmFestivals Baden-Baden 2019 für ihre Verdienste um den Film ausgezeichnet

Der Blick in die Zukunft richtet sich auf die Debatte: Film versus Serie

Beim FernsehfilmFestival Baden-Baden (25. bis 29. November 2019) wird Julia von Heinz mit dem HANS ABICH PREIS ausgezeichnet. „Sie ist ohne Frage ein Multitalent. Ständig stellt sie sich neuen Aufgaben und Ihre Lust am Ausprobieren scheint ungebrochen. Scheinbar mühelos wechselt sie zwischen Kino und TV, arbeitet fiktional oder dokumentarisch und überzeugt sowohl durch ihre Ausdrucksvielfalt als auch durch ihre präzise Gestaltungssicherheit.“, so die Jury des Hans Abich Preises in ihrer Begründung. „Die Jury ehrt in diesem Jahr vor allem eine Frau, die auf beispielhafte Weise Vorbild ist, wenn es um gendergerechtes Erzählen und Rollenbilder in Filmen geht. Ihr TV-Film „Katharina Luther“ und ihr aktueller Tatort „Für immer und dich“ sind beeindruckende Beispiele für eine zeitgemäße Art, Frauenfiguren zu inszenieren und zu zeigen. Mit großer Selbstverständlichkeit und wohltuend unprätentiös verändert Julia von Heinz filmisches Erzählen.“

Der Hans Abich Preis ist der Ehrenpreis des Festivals; er wird dieses Jahr zum 16. Mal in Erinnerung an den Filmproduzenten, Publizisten und früheren Programmdirektor der ARD und Mitbegründer des Festivals, Hans Abich, verliehen.

Die ZUKUNFTSWERKSTATT beschäftigt sich am Dienstag, den 26. November mit dem Thema: Film versus Serie. Dennis Gansel, Regisseur des Kinofilms „Die Welle“, und Anca Miruna Lazarescu, Regisseurin der Netflix Original Serie „Wir sind die Welle“ geben Einblicke in ihre Regie-Arbeit an den beiden Projekten. Wo sind die Unterschiede, wo die Gemeinsamkeiten in der Machart? Ist digitales Drehen immer nur ein Segen? ARRI Media, Kooperationspartner der Zukunftswerkstatt, hatte die VFX-Betreuung übernommen und wird dazu informative Hintergrundinformationen beisteuern.

Der SERIENTALK am Dienstag, 26. November um 19:45 Uhr stellt unter dem Thema „Alle Wege führen zur Qualitätsserie?“ die Frage, warum sich für die Umsetzung hochwertiger Stoffe Kreative immer häufiger für Serien entscheiden. Wie unterscheidet sich die Arbeitsweise bei Produktionen für Sender oder für Streamingdienste? Und wodurch konkret entsteht die vielgepriesene Qualität dieser Serien? Es diskutieren: Frank Jastfelder, Director Drama Production, Sky Deutschland; Frank Beckmann, Fernsehdirektor NDR (angefragt); Dietrich Brüggemann, Autor und Regisseur; Rachel Eggebeen, Content/International Originals, Netflix (angefragt); Lutz Heineking, jr., Regisseur, Creative Director, eitelsonnenschein Filmproduktion; Anca Miruna Lazarescu, Autorin und Regisseurin, David Laubsch & Nuria Gómez-Garrido, ARRI Media. Moderator der Zukunftswerkstatt und des Serientalks ist der Filmkritiker Urs Spörri.

In der Debatte Fernsehfilm geht es am Donnerstag, den 28. November um 17:45 Uhr unter dem Thema „Politik - Nein Danke“ um die Frage, warum sich Filmschaffende nicht an aktuelle, politische Inhalte wagen und stattdessen historische Ereignisse aufarbeiten oder sich in Innerlichkeit verlieren. Wie viel gesellschaftliche Erzählen ist nötig und möglich- und von den Sendern gewünscht? Nach einer Keynote des Filmkritikers Rüdiger Suchsland debattieren unter der Moderation von Steffen Grimberg: Burkhard Althoff, ZDF – Das kleine Fernsehspiel; Lucia Eskes, Leitung Grimme-Preis; Jörg Himstedt Leitung Fernsehfilm; Hessischer Rundfunk; Raymond Ley, Autor und Regisseur; Gabriela Sperl, Produzentin und Petra Olschowski, Staatssekretärin, Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst, Baden-Württemberg (angefragt).

Die renommierte Regisseurin Hermine Huntgeburth entscheidet als alleinige MFG-Jurorin über den diesjährigen Regie-Nachwuchspreis MFG-STAR, der von der Baden- Württembergischen Filmförderung ausgelobt und gestiftet wird. Nominiert sind die Nachwuchsregisseurinnen: Annika Blendl und Leonie Stade für "All I Never Wanted", Miriam Bliese für "Die Einzelteile der Liebe", Sabrina Sarabi für "Prélude" und Nora Fingscheidt für "Systemsprenger". Die Filme werden am Freitag, den 29. November gezeigt, begleitet von Filmgesprächen mit dem Filmjournalisten Knut Elstermann. Die ausgezeichnete Regisseurin gewinnt ein Stipendium in der Villa Aurora in Los Angeles.

Die Preisverleihung 2019 findet am Abend des 29. November im Kurhaus Baden-Baden statt. Durch den Abend wird Knut Elstermann führen. Informationen, Programm und Anmeldung zum FernsehfilmFestival 2019 finden Sie unter: www.fernsehfilmfestival.de

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Das FernsehfilmFestival Baden-Baden ist eine Veranstaltung der Deutschen Akademie der Darstellenden Künste und 3sat.

+++ ACHTUNG: Anmeldung für die Zukunftswerkstatt: FILM VS. HIGHEND-SERIE mit Dennis Gansel, ARRI Media und Anca M. Lazarescu noch möglich +++