
Seit 1964 verleiht die Deutsche Akademie der Darstellenden Künste den Fernsehfilmpreis an deutschsprachige Fernsehfilmproduktionen. Ausgezeichnet wird gemäß aktueller Satzung „eine herausragende Produktion, die dem Genre Fernsehfilm inhaltlich und formal wegweisende Impulse gibt“. Nominiert werden Filme öffentlich-rechtlicher wie auch privater Sender, wobei die Filme von der Deutschen Akademie der Darstellenden Künste, dem/der Jury-Vorsitzenden, dem Festivalleiter und den Sendern nominiert werden. Die Sichtung der Wettbewerbsbeiträge durch die Jury findet öffentlich und unter Beteiligung des anwesenden Publikums im Rahmen des Fernsehfilm-Festivals Baden-Baden statt. Das Fernsehfilm-Festival Baden-Baden ist damit das einzige dieser Art europaweit. Über den Preis entscheidet eine unabhängige fünfköpfige Jury, die neben dem Hauptpreis auch Spezialpreise für besondere Leistungen auf dem Gebiet Buch, Regie, Darstellung oder auf anderen künstlerischen Gebieten vergeben kann. Der Fernsehfilmpreis der Deutschen Akademie der Darstellenden Künste ist undotiert und genießt eine hohe Anerkennung in der Branche. Die feierliche Preisverleihung findet jährlich am letzten Abend des Festivals statt.
Seit 1996 wird bei dem Fernsehfilm-Festival Baden-Baden auch der 3sat-Zuschauerpreis verliehen. Parallel zum Festival zeigt 3sat die für Baden-Baden nominierten Filme öffentlich-rechtlicher wie privater Sender in seinem Abendprogramm. Vom Beginn der Ausstrahlung bis zum Mittag des darauffolgenden Tages kann per Stimmenabgabe im Internet oder durch Televoting per Ted der Preisträger direkt von den Zuschauern gewählt werden. Jährlich hat der Zuschauerpreis einen prominenten Paten, der auf der Abschlussveranstaltung des Fernsehfilm-Festivals Baden-Baden den Preis überreicht. Zu den Präsentatoren des 3sat-Zuschauerpreises gehörten u.a. die Schauspieler Ulrike Folkers, Eva Matthes, Leonard Lansing und Anna Maria Mühe. 2011 präsentiert Fritzi Haberlandt den 3sat-Zuschauerpreis.
Im Jahr 2000 hat die Medien- und Filmgesellschaft Baden-Württemberg erstmals den Nachwuchspreis „MFG-Star“ gestiftet, der jährlich im Rahmen des Fernsehfilm-Festivals Baden-Baden vergeben wird. Dieser Preis wird an Nachwuchsregisseure verliehen, die ihr Erstlings- oder Zweitlingswerk in Baden-Baden vorstellen. Bis 2008 bestand er aus einer Carte blanche für die Finanzierung einer vom Preisträger gewählten Weiterbildung. Zum 10-jährigen Jubiläum 2009 erfuhr der Regienachwuchspreis eine Neuerung: Der Preisträger des MFG-Star erhält ein dreimonatiges Stipendium für einen Aufenthalt in der Villa Aurora in Pacific Palisades, dem Kulturzentrum im ehemaligen Wohnhaus des Schriftstellers Lion Feuchtwanger in Los Angeles. Die Aufenthaltszeit fällt in das erste Quartal des Folgejahres und bietet somit besonders gute Vernetzungsangebote, da die Oscarverleihung in diesen Zeitraum fällt. Jedes Jahr entscheidet ein alleiniger Juror über den Preis, den MFG-Geschäftsführerin Gabriele Röthemeyer im Rahmen der feierlichen Abschlussgala des Fernsehfilm-Festivals in Baden-Baden an den Gewinner bzw. die Gewinnerin überreicht.
In Erinnerung an den Filmproduzenten, Publizisten und früheren Fernsehdirektor der ARD, Hans Abich (1918–2003) wird seit 2004 der Hans Abich Preis „für herausragende Verdienste um den Fernsehfilm“ verliehen. Hans Abich war Mitbegründer der „Baden-Badener Tage des Fernsehspiels“ und entscheidend daran beteiligt, dem Fernsehfilmpreis einen dauerhaften Rahmen zu geben und die heute bekannte Veranstaltung zu etablieren. Von 1989 bis 1992 war er Vorsitzender der Jury. Er hat das Festival und den Diskurs bis zu seinem Tod 2003 mit großem Engagement begleitet.
Im zweijährigen Turnus wird beim Fernsehfilm-Festival Baden-Baden zusätzlich der Rolf-Hans Müller Preis für Filmmusik verliehen. Er ist mit 10 000 € dotiert und richtet sich an Nachwuchskomponisten. Der Preis wurde 1992 vom SWR zur Erinnerung an seinen langjährig leitenden Orchesterdirektor Rolf-Hans Müller gestiftet.
Die Bekanntgabe und Verleihung aller mit dem Festival verbundenen Preise erfolgt auf der Abschluss-Veranstaltung des Festivals.