Preise

Fernsehfilmpreis der Deutschen Akademie der Darstellenden Künste

Seit 1964 verleiht die Deutsche Akademie der Darstellenden Künste den Fernsehfilmpreis an deutschsprachige Fernsehfilmproduktionen, seit 1989 gibt das FernsehfilmFestival Baden-Baden dieser Preisvergabe einen öffentlichen Rahmen. Ausgezeichnet wird laut Satzung „eine herausragende Produktion, die dem Genre Fernsehfilm inhaltlich und formal wegweisende Impulse gibt“. Nominiert werden zwölf ausgestrahlte, deutschsprachige Fernsehfilme, die von der Deutschen Akademie der Darstellenden Künste, dem/der Jury-Vorsitzenden, der Festivalleitung und den Sendern nominiert werden. Die fünfköpfige Jury sichtet und diskutiert die Filme öffentlich und unter Beteiligung des Publikums. Dies macht das FernsehfilmFestival Baden-Baden einzigartig. Der Fernsehfilmpreis der Deutschen Akademie der Darstellenden Künste und die maximal drei vergebenen Sonderpreise sind undotiert, die feierliche Preisverleihung findet jährlich am letzten Abend des Festivals statt.

3sat-Zuschauerpreis

Seit 1996 wird im Rahmen des FernsehfilmFestivals Baden-Baden auch der 3sat-Zuschauerpreis verliehen. 3sat zeigt in der Festivalwoche die für Baden-Baden nominierten Filme in seinem Abendprogramm. Per Telefon oder Stimmenabgabe im Internet können die Zuschauer ihren Favoriten direkt wählen. Jährlich hat der Zuschauerpreis einen prominenten Paten, der auf der Abschlussveranstaltung des FernsehfilmFestivals Baden-Baden den Preis überreicht. Dies waren zuletzt die Schauspielerinnen Ulrike Folkerts, Eva Mattes, Anna Maria Mühe, Fritzi Haberlandt, Lavinia Wilson sowie Martina Gedeck und Ulrich Matthes. 2016 präsentiert Felicitas Woll den 3sat-Zuschauerpreis.

MFG-Star

Im Jahr 2000 hat die Medien- und Filmgesellschaft Baden-Württemberg erstmals den Nachwuchspreis „MFG-Star“ gestiftet, der jährlich im Rahmen des FernsehfilmFestivals Baden-Baden vergeben wird. Dieser Preis wird an Nachwuchsregisseure verliehen, die ihr Erstlings- oder Zweitlingswerk in Baden-Baden vorstellen. Der Gewinner des MFG-Star erhält ein Stipendium für einen Aufenthalt in der Villa Aurora in Pacific Palisades, dem Kulturzentrum im ehemaligen Wohnhaus des Schriftstellers Lion Feuchtwanger in Los Angeles. Jedes Jahr entscheidet ein alleiniger Juror über den Preis, den MFG-Geschäftsführer Carl Bergengruen im Rahmen der feierlichen Abschlussgala des FernsehfilmFestivals in Baden-Baden an den Gewinner bzw. die Gewinnerin überreicht.

Hans Abich Preis

In Erinnerung an den Filmproduzenten, Publizisten und früheren Fernsehdirektor der ARD, Hans Abich (1918–2003) wird seit 2004 der Hans Abich Preis „für herausragende Verdienste um den Fernsehfilm“ verliehen. Hans Abich war Mitbegründer der „Baden-Badener Tage des Fernsehspiels“ und entscheidend daran beteiligt, dem Fernsehfilmpreis einen dauerhaften Rahmen zu geben und die heute bekannte Veranstaltung zu etablieren. Von 1989 bis 1992 war er Vorsitzender der Jury. Er hat das Festival und den Diskurs bis zu seinem Tod 2003 mit großem Engagement begleitet.

Rolf-Hans Müller Preis für Filmmusik

Im zweijährigen Turnus wird beim FernsehfilmFestival Baden-Baden zusätzlich der Rolf-Hans Müller Preis für Filmmusik verliehen. Er ist mit 10000 € dotiert und richtet sich an Nachwuchskomponisten. Der Preis wurde 1992 vom SWR zur Erinnerung an seinen langjährig leitenden Orchesterdirektor Rolf-Hans Müller gestiftet.

Studentenpreis

Seit 2001 lädt das FernsehfilmFestival Filmstudent*innen verschiedener Hochschulen nach Baden-Baden ein. Sie verfolgen alle Screenings und Jurydiskussionen beim Festival und vergeben bei der Abschlussveranstaltung einen eigenen Preis, den Studentenpreis.

Die Bekanntgabe und Verleihung aller mit dem Festival verbundenen Preise erfolgt auf der Abschluss-Veranstaltung des Festivals.